Supersportwagen Mieten Weltweit – Fahren Sie Ihren Traumwagen
Supersportwagen mieten: Guide zu Preisen ab 400 Euro/Tag, Kaution, Versicherung, Voraussetzungen und den besten Vermietern weltweit von Dubai bis zu den Alpen.…

Einen Supersportwagen mieten kostet je nach Modell zwischen 400 Euro pro Tag für einen Porsche 911 und 15.000 Euro pro Tag für ein Hypercar wie den Bugatti Chiron, plus Kaution.
Das Wichtigste in Kürze
- Tagespreise reichen von 400 bis 600 Euro fuer einen Porsche 911 Carrera oder Audi R8 ueber 800 bis 1.500 Euro fuer Lamborghini Huracan oder Ferrari 488 bis zu 5.000 bis 15.000 Euro fuer Hypercars wie den Bugatti Chiron.
- Die Kaution liegt je nach Fahrzeugwert zwischen 5.000 und 50.000 Euro und wird in der Regel auf der Kreditkarte blockiert.
- Der Markt teilt sich in drei Modelle: spezialisierte Vermieter wie Sixt Luxury Cars oder Avis Prestige, Peer-to-Peer-Plattformen wie Turo oder Getaround und Erlebnis-Anbieter wie Jochen Schweizer oder Mydays.
- Das Mindestalter betraegt meist 25 Jahre, bei leistungsstarken Fahrzeugen oft 30 und bei Hypercars bis zu 35 Jahre; der EU-Fuehrerschein Klasse B muss seit mindestens drei bis fuenf Jahren bestehen.
- Die Selbstbeteiligung der Vollkasko liegt oft zwischen 2.500 und 10.000 Euro, und fast alle Standardvertraege schliessen die Nutzung auf Rennstrecken aus.
- Bei der Fahrzeuguebergabe sollte man mindestens 30 Minuten einplanen, jeden Schaden mit Zeitstempel-Fotos dokumentieren und die Felgen pruefen, da Felgenschaeden bis zu 3.000 Euro pro Felge kosten koennen.
- Beliebte internationale Ziele sind Dubai mit oft guenstigeren Preisen als Europa, Kalifornien mit dem Pacific Coast Highway und die europaeischen Alpenpaesse wie Stilfser Joch, Grossglockner und Sustenpass.
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Supersportwagen mieten: Der umfassende Guide für das unvergessliche Fahrerlebnis
Nicht jeder Automobil-Enthusiast kann oder möchte sich einen eigenen Supersportwagen leisten. Doch das bedeutet nicht, dass man auf das Erlebnis verzichten muss. Die Vermietung von Supersportwagen hat sich in den letzten Jahren zu einer florierenden Branche entwickelt, die es jedem ermöglicht, einen Ferrari, Lamborghini oder Porsche für einen Tag, ein Wochenende oder eine ganze Woche zu fahren. Dieser Guide erklärt Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um den perfekten Miet-Supersportwagen zu finden.
Warum einen Supersportwagen mieten?
Die Motive für die Anmietung eines Supersportwagens sind so vielfältig wie die Fahrzeuge selbst. Für viele ist es die Erfüllung eines Kindheitstraums: einmal im Leben einen Ferrari fahren. Andere wollen vor einem geplanten Kauf ein bestimmtes Modell ausgiebig testen, ohne sich auf eine Probefahrt beim Händler beschränken zu müssen.
Besonders beliebt ist die Anmietung für besondere Anlässe: eine Hochzeit, ein runder Geburtstag, ein Junggesellenabschied oder ein besonderes Jubiläum. Ein Supersportwagen macht aus einem besonderen Tag ein unvergessliches Erlebnis. Auch Geschäftsleute nutzen die Anmietung, um bei wichtigen Kundenterminen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Ein finanzieller Aspekt, der oft übersehen wird: Für den Preis eines eigenen Supersportwagens (inklusive Wertverlust, Wartung, Versicherung und Steuern) können Sie jedes Jahr mehrere Wochen lang das jeweils neueste Modell mieten – und das ohne sich um Inspektionen, Reifenwechsel oder Garagenplatz sorgen zu müssen.
Die verschiedenen Anbietermodelle
Der Markt für Supersportwagen-Vermietungen lässt sich grob in drei Kategorien unterteilen:
Spezialisierte Supersportwagen-Vermieter: Unternehmen wie Sixt Luxury Cars, Avis Prestige oder Drive-A-Way haben sich auf Premium- und Supersportwagen spezialisiert. Sie bieten eine breite Flotte, professionellen Service und transparente Geschäftsbedingungen. Die Fahrzeuge sind meist neuwertig und werden regelmäßig gewartet. Der Nachteil: Die Preise sind höher als bei privaten Anbietern, und die Kaution kann mehrere zehntausend Euro betragen.
Peer-to-Peer-Plattformen: Plattformen wie Turo, SnappCar oder Getaround haben den Markt revolutioniert. Private Fahrzeugbesitzer vermieten ihre Supersportwagen direkt an Interessenten, was die Preise deutlich senkt. Allerdings variiert die Qualität der Fahrzeuge stark, und die Versicherungsbedingungen sind oft weniger umfassend als bei kommerziellen Anbietern.
Erlebnis-Anbieter: Unternehmen wie Jochen Schweizer oder Mydays bieten Supersportwagen-Fahrten als Erlebnispakete an. Diese beinhalten meist eine kurze Fahrt (30 Minuten bis zwei Stunden) auf einer festgelegten Route, oft mit Beifahrer oder Instruktor. Ideal für Einsteiger, die erste Erfahrungen sammeln möchten, aber kein Auto für einen ganzen Tag benötigen.
Kosten und Kaution: Was Sie wirklich bezahlen
Die Mietpreise für Supersportwagen variieren stark je nach Modell, Region und Saison. Als grobe Orientierung können Sie im deutschsprachigen Raum mit folgenden Tagespreisen rechnen:
- Porsche 911 Carrera / Audi R8: 400 – 600 Euro pro Tag
- Lamborghini Huracán / Ferrari 488: 800 – 1.500 Euro pro Tag
- Ferrari 812 Superfast / Lamborghini Aventador: 1.200 – 2.000 Euro pro Tag
- Bugatti Chiron / exklusive Hypercars: 5.000 – 15.000 Euro pro Tag
Zusätzlich zu den Mietkosten müssen Sie mit einer erheblichen Kaution rechnen. Je nach Fahrzeugwert und Vermieter liegt diese zwischen 5.000 und 50.000 Euro. Die Kaution wird in der Regel auf Ihrer Kreditkarte blockiert – stellen Sie sicher, dass Sie über ein ausreichend hohes Kreditkartenlimit verfügen.
Inklusivkilometer sind ein weiterer Kostenfaktor. Die meisten Vermieter bieten Pakete mit 100, 200 oder 300 Kilometern pro Tag an. Jeder zusätzliche Kilometer wird mit 2 bis 5 Euro berechnet. Wenn Sie eine längere Tour planen, sollten Sie ein ausreichend großes Kilometerpaket wählen oder vorab einen Pauschalpreis für unbegrenzte Kilometer aushandeln.
Versicherung: Der Schutz, den Sie brauchen
Die Versicherung bei der Anmietung eines Supersportwagens ist komplexer als bei einem normalen Mietwagen. Die Standard-Haftpflicht und Vollkasko decken nicht immer alle Risiken ab. Achten Sie auf folgende Details:
Selbstbeteiligung: Fast alle Vollkasko-Versicherungen bei Supersportwagen haben eine hohe Selbstbeteiligung, oft zwischen 2.500 und 10.000 Euro. Eine Reduzierung auf 0 Euro ist gegen Aufpreis möglich und bei einem teuren Fahrzeug sehr zu empfehlen. Viele Vermieter bieten entsprechende Upgrade-Pakete an.
Reifenschutz und Glasversicherung: Schäden an Reifen und Scheiben sind bei Supersportwagen besonders teuer und nicht immer in der Standard-Vollkasko enthalten. Ein Reifenschutz-Paket für 20 bis 40 Euro pro Tag kann Sie vor Kosten von mehreren tausend Euro bewahren.
Trackday-Ausschluss: Fast alle Standard-Mietverträge schließen die Nutzung auf Rennstrecken explizit aus. Wer einen Supersportwagen für einen Trackday mieten möchte, muss einen spezialisierten Anbieter finden, der dies erlaubt – zu entsprechend höheren Preisen und mit speziellen Versicherungsbedingungen.
Voraussetzungen für die Anmietung
Um einen Supersportwagen mieten zu können, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die strenger sind als bei normalen Mietwagen:
Mindestalter: Die meisten Vermieter verlangen ein Mindestalter von 25 Jahren, bei besonders leistungsstarken Fahrzeugen oft 30 Jahre. Einige Premium-Vermieter setzen die Grenze sogar bei 35 Jahren für Hypercars an.
Führerschein: Ein regulärer EU-Führerschein der Klasse B ist ausreichend. Der Führerschein muss seit mindestens drei, oft fünf Jahren im Besitz sein. Internationale Führerscheine werden in der Regel akzeptiert, ein beglaubigter Übersetzungsnachweis kann erforderlich sein.
Bonitätsprüfung: Viele Vermieter führen eine Bonitätsprüfung durch, insbesondere wenn die Kaution das Kreditkartenlimit überschreitet. Eine einwandfreie Schufa-Auskunft (in Deutschland) ist Voraussetzung.
Fahrpraxis: Einige Vermieter verlangen den Nachweis von Fahrpraxis mit leistungsstarken Fahrzeugen. Wer noch nie ein Fahrzeug mit mehr als 200 PS bewegt hat, kann abgelehnt werden.
Die Fahrzeugübergabe: Checkliste für Mieter
Die Fahrzeugübergabe ist der kritischste Moment der gesamten Anmietung. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit (mindestens 30 Minuten) und gehen Sie systematisch vor:
1. Außenbesichtigung bei Tageslicht: Gehen Sie das Fahrzeug Zentimeter für Zentimeter ab. Dokumentieren Sie jeden Kratzer, jede Delle und jede Beschädigung – am besten mit Fotos auf Ihrem Smartphone mit Zeitstempel.
2. Felgenkontrolle: Felgenschäden sind bei Supersportwagen extrem teuer (bis zu 3.000 Euro pro Felge). Prüfen Sie jede Felge sorgfältig auf Bordsteinschäden.
3. Reifenzustand: Messen Sie das Profil (mindestens 3 mm, besser 4 mm) und prüfen Sie den Reifendruck. Ungleicher Abrieb kann auf Fahrwerksschäden hinweisen.
4. Innenraum: Prüfen Sie Sitze, Lenkrad, Schaltwippen und sämtliche Bedienelemente auf Beschädigungen. Leder wird bei der Rückgabe besonders kritisch begutachtet.
5. Funktionstest: Klimaanlage, Infotainment, elektrische Fensterheber, Verdeck (bei Cabrios) – alles muss funktionieren.
6. Probefahrt: Eine kurze Probefahrt vor der Übernahme ist unerlässlich. Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche und Warnleuchten.
Fahrtipps für Einsteiger
Ein Supersportwagen verhält sich völlig anders als ein normales Fahrzeug. Hier einige essenzielle Tipps für Ihre erste Fahrt:
Nehmen Sie sich Zeit zum Eingewöhnen: Nutzen Sie die ersten 30 Minuten auf ruhigen Straßen, um ein Gefühl für Lenkung, Bremsen und Gasannahme zu entwickeln. Die Beschleunigung eines Supersportwagens ist gewaltig – zögern Sie nicht, im „Comfort“- oder „Strada“-Modus zu beginnen, bevor Sie in den Sportmodus wechseln.
Bremsen Sie früher als Sie denken: Die Keramikbremsen eines Supersportwagens sind kalt weniger bissig. Planen Sie in den ersten Minuten längere Bremswege ein. Nach einigen Bremsungen erreicht das System Betriebstemperatur und liefert die gewohnte Performance.
Respektieren Sie die Bodenfreiheit: Supersportwagen haben oft weniger als 10 Zentimeter Bodenfreiheit. Bodenschwellen, Garageneinfahrten und Fähren sind kritische Punkte. Nutzen Sie, falls vorhanden, das Lift-System (hydraulische Vorderachsanhebung), um Bodenberührungen zu vermeiden.
Kaltstart-Prozedur beachten: Hochleistungsmotoren brauchen eine Aufwärmphase, bevor sie hart gefahren werden können. Warten Sie, bis die Kühlwasser- und Öltemperatur im normalen Betriebsbereich liegen (typischerweise nach 10-15 Minuten moderater Fahrt).
Parkposition wählen: Vermeiden Sie enge Parklücken. Der große Wendekreis und die schlechte Übersichtlichkeit nach hinten machen das Rangieren zur Herausforderung. Parken Sie, wo möglich, auf einem einzelnen, breiten Stellplatz – am besten mit viel Abstand zu anderen Fahrzeugen.
Fazit: Ein unvergessliches Erlebnis
Einen Supersportwagen zu mieten, ist eine der aufregendsten Erfahrungen, die ein Automobil-Enthusiast machen kann. Mit der richtigen Vorbereitung, der Wahl eines seriösen Anbieters und respektvollem Umgang mit dem Fahrzeug wird es ein Erlebnis, von dem Sie noch jahrelang zehren werden. Die Investition von einigen hundert Euro für einen Tag voller Adrenalin, Sound und Fahrspaß ist jeden Cent wert.
Selbstfahrer vs. Chauffeur-Service: Welches Erlebnis passt zu Ihnen?
Neben der klassischen Selbstfahrer-Miete bieten viele Luxus-Vermieter auch einen Chauffeur-Service an, bei dem ein professioneller Fahrer Sie in Ihrem Wunschfahrzeug chauffiert. Diese Option ist besonders für Geschäftskunden interessant, die bei einem wichtigen Termin stilvoll vorfahren möchten, ohne sich mit der Bedienung eines komplexen Supersportwagens auseinandersetzen zu müssen. Ein Rolls-Royce oder Bentley mit Chauffeur vermittelt zudem ein völlig anderes Image als der gleiche Wagen mit dem Kunden am Steuer.
Für viele Enthusiasten ist der Chauffeur-Service jedoch keine echte Alternative – der Zweck der Anmietung ist ja gerade das Selberfahren. Ein interessanter Mittelweg sind Co-Pilot-Programme, bei denen ein Instruktor auf dem Beifahrersitz Platz nimmt und während der Fahrt Tipps zu Fahrtechnik und Fahrzeugbedienung gibt. Diese Programme sind besonders für Einsteiger wertvoll, die noch nie einen Supersportwagen bewegt haben und von den ersten Kilometern maximal profitieren möchten.
Für besondere Anlässe wie Hochzeiten bieten viele Vermieter Pauschalpakete an, die Fahrzeug, Chauffeur, Dekoration und Abholung umfassen. Diese Pakete sind meist günstiger als die Einzelbuchung der Komponenten und ersparen dem Brautpaar die organisatorische Last. Ein weißer Rolls-Royce Phantom oder ein klassischer Bentley als Hochzeitsauto bleibt unvergesslich – ohne dass man sich am schönsten Tag des Lebens um Gangschaltung und Parksensoren kümmern muss.
Internationale Vermietung: Supersportwagen im Ausland mieten
Wer seinen Supersportwagen-Traum mit einer besonderen Reise verbinden möchte, findet weltweit exzellente Vermieter. In Dubai, der inoffiziellen Supersportwagen-Hauptstadt der Welt, gehören Ferrari, Lamborghini und Rolls-Royce zum Straßenbild wie hierzulande der VW Golf. Die Preise sind dort aufgrund des großen Angebots und des intensiven Wettbewerbs oft günstiger als in Europa, und die Fahrzeuge sind in der Regel neuwertig, da die Vermieter ihre Flotten regelmäßig erneuern.
In Kalifornien bieten sich spektakuläre Routen an, die wie für Supersportwagen geschaffen scheinen: der Pacific Coast Highway von Los Angeles nach San Francisco, die kurvenreichen Straßen in den Hollywood Hills oder die Wüstenstraßen Richtung Las Vegas. Amerikanische Vermieter wie Enterprise Exotic Car Collection oder spezialisierte lokale Anbieter in Los Angeles und Miami bieten umfangreiche Flotten.
In Europa sind die Alpenpässe das Mekka für Supersportwagen-Fahrer. Das Stilfser Joch, der Großglockner oder der Sustenpass bieten atemberaubende Kulissen und Straßen, die nach einem Sportwagen mit präzisem Handling verlangen. Vermieter in der Schweiz, Österreich und Norditalien haben sich auf Alpen-Touren spezialisiert und bieten Mehrtages-Pakete mit Hotelübernachtungen und Routenvorschlägen an. Rechtlich ist die Fahrt mit einem in einem EU-Land gemieteten Fahrzeug innerhalb der gesamten EU ohne zusätzliche Formalitäten möglich, sofern der Vermieter die entsprechende Versicherungsdeckung bestätigt.
Häufige Fehler bei der ersten Anmietung – und wie Sie sie vermeiden
Der mit Abstand häufigste Fehler von Miet-Novizen ist die Selbstüberschätzung. 500, 700 oder gar 1.000 PS zu beherrschen, erfordert Erfahrung, die man nicht am ersten Tag hat. Starten Sie im „Comfort“-Modus, gewöhnen Sie sich an Gasannahme und Bremsverhalten, und steigern Sie sich langsam. Ein Supersportwagen ist kein Computerspiel – ein unbedachter Tritt aufs Gaspedal kann bei feuchter Fahrbahn und ausgeschaltetem ESP zu einem Totalschaden führen, für den Sie mit Ihrer Kaution haften.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Routenplanung. Wer einen Ferrari für einen Tag mietet und dann im Stau auf der A8 zwischen Stuttgart und München steht, hat viel Geld für wenig Fahrspaß ausgegeben. Planen Sie Ihre Route im Voraus, bevorzugen Sie kurvenreiche Landstraßen gegenüber Autobahnen, und vermeiden Sie die Hauptverkehrszeiten. Idealerweise starten Sie früh morgens, wenn die Straßen noch leer sind und die Lichtverhältnisse für Fotos optimal sind.
Der dritte klassische Fehler betrifft die Kilometerbegrenzung. Lesen Sie den Mietvertrag genau und kennen Sie Ihr Inklusiv-Kilometerkontingent. Bei 100 Kilometern Inklusivleistung und 4 Euro pro Mehrkilometer kann eine spontane 300-Kilometer-Ausfahrt schnell 800 Euro extra kosten. Buchen Sie lieber ein Paket mit mehr Kilometern im Voraus – das ist immer günstiger als die Nachzahlung. Und nicht zuletzt: Tanken Sie das Fahrzeug vor der Rückgabe voll. Die Betankungsgebühren der Vermieter für Supersportwagen mit Super Plus liegen oft beim Dreifachen des Tankstellenpreises und werden gnadenlos berechnet.
Rechtliche Fallstricke bei der Supersportwagen-Miete
Der Mietvertrag für einen Supersportwagen enthält oft Klauseln, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, im Schadenfall aber existenzbedrohend sein können. Eine besonders kritische Klausel ist der Haftungsausschluss bei grober Fahrlässigkeit. Was „grob fahrlässig“ ist, definiert der Vermieter oft sehr weit: Schalten der Traktionskontrolle in den Sport- oder Rennmodus, Beschleunigen mit durchdrehenden Rädern, Driften oder gar das Befahren von Straßen mit losem Untergrund können bereits als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden und zum vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes führen.
Ein weiterer rechtlicher Minenfeld ist die Nutzung des Fahrzeugs durch Dritte. Die meisten Mietverträge erlauben ausschließlich dem im Vertrag namentlich genannten Mieter das Führen des Fahrzeugs. Lassen Sie auch nur kurz einen Freund ans Steuer und es passiert ein Unfall, trägt weder Ihre Versicherung noch die des Vermieters den Schaden – Sie haften persönlich in voller Höhe. Gleiches gilt für die Nutzung auf Rennstrecken, bei Beschleunigungsrennen oder anderen Motorsport-Veranstaltungen, sofern diese nicht explizit im Mietvertrag erlaubt sind.
Die Rückgabe des Fahrzeugs ist ebenfalls ein kritischer Moment. Dokumentieren Sie den Zustand des Fahrzeugs bei der Rückgabe ebenso sorgfältig wie bei der Übernahme. Lassen Sie sich ein schriftliches Rückgabeprotokoll aushändigen, das bestätigt, dass das Fahrzeug in ordnungsgemäßem Zustand zurückgegeben wurde. Ohne ein solches Protokoll kann der Vermieter später Schäden geltend machen, die Sie nicht verursacht haben, und Sie tragen die Beweislast. Nehmen Sie sich für die Rückgabe ausreichend Zeit und bestehen Sie auf einer gemeinsamen Besichtigung mit dem Vermieter oder seinem Vertreter.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was kostet es, einen Supersportwagen wie einen Ferrari oder Lamborghini zu mieten?
Die Tagespreise haengen stark vom Modell ab. Ein Porsche 911 Carrera oder Audi R8 kostet 400 bis 600 Euro pro Tag, ein Lamborghini Huracan oder Ferrari 488 liegt bei 800 bis 1.500 Euro, ein Ferrari 812 Superfast oder Lamborghini Aventador bei 1.200 bis 2.000 Euro und exklusive Hypercars wie der Bugatti Chiron bei 5.000 bis 15.000 Euro pro Tag.
Wie hoch ist die Kaution bei der Anmietung eines Supersportwagens?
Die Kaution liegt je nach Fahrzeugwert und Vermieter zwischen 5.000 und 50.000 Euro. Sie wird in der Regel auf der Kreditkarte blockiert, weshalb ein ausreichend hohes Kreditkartenlimit wichtig ist. Bei einem Totalschaden, etwa durch grobe Fahrlaessigkeit, kann der Mieter mit dieser Kaution haften.
Welche Voraussetzungen muss ich erfuellen, um einen Supersportwagen zu mieten?
Das Mindestalter betraegt meist 25 Jahre, bei besonders leistungsstarken Fahrzeugen oft 30 und bei Hypercars bis zu 35 Jahre. Ein EU-Fuehrerschein der Klasse B muss seit mindestens drei, oft fuenf Jahren bestehen. Viele Vermieter fuehren zudem eine Bonitaetspruefung durch und verlangen teils Nachweise ueber Fahrpraxis mit leistungsstarken Fahrzeugen.
Welche Versicherung brauche ich bei der Miete eines Supersportwagens?
Standard-Haftpflicht und Vollkasko decken nicht immer alle Risiken ab. Die Selbstbeteiligung liegt oft zwischen 2.500 und 10.000 Euro, eine Reduzierung auf null Euro ist gegen Aufpreis moeglich. Empfehlenswert ist ein Reifenschutz-Paket fuer 20 bis 40 Euro pro Tag. Beachten Sie, dass fast alle Standardvertraege die Nutzung auf Rennstrecken ausschliessen.
Wo kann man weltweit am besten einen Supersportwagen mieten?
Dubai gilt als inoffizielle Supersportwagen-Hauptstadt mit oft guenstigeren Preisen als Europa und neuwertigen Flotten. In Kalifornien locken Routen wie der Pacific Coast Highway und die Hollywood Hills. In Europa sind die Alpenpaesse wie Stilfser Joch, Grossglockner und Sustenpass ein Mekka, mit spezialisierten Vermietern in der Schweiz, Oesterreich und Norditalien.
Worauf muss ich bei der Fahrzeuguebergabe eines Mietwagens achten?
Planen Sie mindestens 30 Minuten ein und gehen Sie systematisch vor. Dokumentieren Sie jeden Kratzer und jede Delle mit Zeitstempel-Fotos, pruefen Sie die Felgen sorgfaeltig, da Schaeden bis zu 3.000 Euro pro Felge kosten. Messen Sie das Reifenprofil, kontrollieren Sie den Innenraum, testen Sie alle Funktionen und machen Sie eine kurze Probefahrt vor der Uebernahme.
Welche haeufigen Fehler sollte ich bei der ersten Supersportwagen-Miete vermeiden?
Der haeufigste Fehler ist Selbstueberschaetzung: 500 bis 1.000 PS erfordern Erfahrung, daher sollte man im Comfort-Modus starten. Weitere Fehler sind schlechte Routenplanung mit Staustrecken statt kurvenreicher Landstrassen sowie das Ignorieren der Kilometerbegrenzung. Tanken Sie zudem vor der Rueckgabe voll, da Betankungsgebuehren oft beim Dreifachen des Tankstellenpreises liegen.
Was ist der Unterschied zwischen Selbstfahrer-Miete und Chauffeur-Service?
Bei der Selbstfahrer-Miete steuern Sie das Fahrzeug selbst, was fuer die meisten Enthusiasten der eigentliche Zweck ist. Beim Chauffeur-Service faehrt ein professioneller Fahrer, was besonders fuer Geschaeftskunden oder Anlaesse wie Hochzeiten mit einem Rolls-Royce oder Bentley interessant ist. Als Mittelweg gibt es Co-Pilot-Programme, bei denen ein Instruktor auf dem Beifahrersitz Tipps gibt.


